Jan Kyo dekonstruiert die Selbstdarstellung der digitalen Gegenwart. Die Ausstellung thematisiert die Inszenierung der Wirklichkeit sowie Mechanismen des Voyeurismus. Zwischen Pixel-Art, Malerei und einer begehbaren Installation entfaltet sich eine immersive Erfahrung, welche die Strukturen moderner Medien freilegt. Ein Monitor flankiert die Szenerie: Durch eine verpixelte Kameraoptik wird das Spiegelbild des Betrachters aufgelöst. Die Fragilität digitaler Identität wird unmittelbar spürbar.
Kuratiert von Jan Kyo in Zusammenarbeit mit Daniel Kerber
Jan Kyo deconstructs the self-representation of the digital age. The exhibition explores the staging of reality and the mechanisms of voyeurism. Between pixel art, painting, and a walk-in installation, an immersive experience unfolds that exposes the underlying structures of modern media. A monitor flanks the scene: the viewer's reflection is dissolved through pixelated camera optics. The fragility of digital identity becomes instantly palpable.
Curated by Jan Kyo in collaboration with Daniel Kerber and the Art Space team.
Im Zentrum dieser Arbeit stehen 3D-modellierte Figuren, die in einer repetitiven Geste ihre Köpfe austauschen. Die Arbeit reflektiert die Schnelligkeit, mit der wir uns über äußere Merkmale definieren – ein Phänomen, das bereits in sozialpsychologischen Studien zur unterbewussten Gruppenbildung beobachtet wurde. Der Kopf-Tausch dekonstruiert die vermeintliche Unveränderlichkeit von Identität und plädiert für einen Dialog, der über statische Herkunftsbegriffe hinausgeht. Die Platzierung im Berliner Stadtraum fungiert dabei als gezielte visuelle Unterbrechung – eine nichtkommerzielle „Werbe-Pause“.
Realisiert im Rahmen von #DUBISTAMZUG. Mein Dank gilt dem Team der Initiative, das diesen Dialog zwischen künstlerischer Intervention und öffentlichem Raum ermöglicht hat.
I challenge artist stereotypes by juxtaposing AI-generated images with my own creations on the same theme. Each day, I receive a prompt from Artquest, leading to the Battle of Titans: Artificial Intelligence vs. Human Intelligence, Nyehahaha! Over time, my images will merge into a cohesive artwork.
This project explores traditional and contemporary artist stereotypes and the potential of artificial intelligence. While AI often produces stereotypical images based on averaged data, I aim to challenge these stereotypes while the AI creates visual clichés.
AI-generated images may challenge art as photography did a century ago, yet new artistic styles may not emerge as readily. Additionally, the project reveals that generative AI, though intriguing, may be less intelligent and flexible than assumed.
Artquest Exchange fosters global collaboration and networking, providing open access to visual artists worldwide. By removing traditional barriers to entry, it creates a dynamic and inclusive environment for creative exchange.
Die Ausstellung "Clairvoyance" lädt das Publikum ein, die Kunst der Anwesenheit und Voraussicht durch die Arbeiten von Jan Kilian Böttcher (DE), Mika Andersson (SE) und Susane Schneider (USA) zu erkunden. Die Künstler bewegen sich frei zwischen Malerei, Klang-Installation und Konzeption. Parallel zum traditionellen Thema der Vergänglichkeit des "Memento Mori" geben ihre Werke oft Einblicke in unsere je ganz eigene Ahnung vom Hier, Jetzt und Danach.
Die Arbeiten referenzieren die mythischen und surrealen Bildwelten von Künstlern wie Francisco de Goya, Yayoi Kusama, Sigmar Polke oder Neo Rauch und paraphrasieren unsere Lebenswelten anhand paranormaler Anspielungen. Durch die Integration subtiler Schichten des Übernatürlichen und des Unbewussten schaffen sie eine faszinierende Brücke zwischen dem Sichtbaren und dem Unsichtbaren.
Die Backstube war ein zentraler Ort für künstlerischen Austausch in Berlin. Ich bin dem Team sehr dankbar für die Zusammenarbeit und die kuratorische Begleitung – es ist ein erheblicher Verlust für die kulturelle Infrastruktur, dass dieser Raum nur kurz existieren konnte. Dass eine solche Plattform trotz des hohen Risikos und der systemischen Unterfinanzierung bildender Kunst überhaupt Bestand hatte, unterstreicht den immensen Stellenwert solcher Freiräume für die künstlerische Forschung und Praxis in Berlin.
Kuratorische Begleitung: Team der Backstube.
Constanza Macras’ Fortführung derConstanza Macras setzt mit „The Pose“ ihre Auseinandersetzung mit Identität und Repräsentation fort. Die Produktion untersucht die Evolution der Selbstinszenierung als Erinnerungsfolie – ausgehend von der antiken Tradition des Selbstbildnisses über Maler wie Dürer, Rembrandt oder van Gogh bis hin zur heutigen digitalen Selfie-Kultur.
In einem Parcourstheater durch die Akademie der Künste am Hanseatenweg folgt das Publikum den teils realen Biografien der Performer durch das Gebäude. Im zentralen Foyer wird dieser Prozess durch eine künstlerische Intervention unterbrochen: Während zwei Aktmodelle über ihre beruflichen Erfahrungen berichten, werden sie von Jan Kilian Böttcher großformatig porträtiert. Die Malerei fungiert hier als analoges Korrektiv zur flüchtigen digitalen Bilderflut und reaktiviert die klassische Porträtsitzung im performativen Raum.
Aufführungsort: Akademie der Künste, Berlin.
Choreografie und Regie: Constanza Macras / DorkyPark.
Musik: Robert Lippok.
Performance / Tanz: Emil Bordás, Luc Guiol, Diane Gemsch, Fernanda Farah, Thulani Lord Mgidi, Ana Mondini u. a.
Die Ausstellung präsentiert eine Auswahl von 90 Werken aus Jan Kilian Böttchers Dresdner Schaffensphase: Malerei, Zeichnungen und raumgreifende Installationen.
Ein zentrales Element der Schau ist eine begehbare Installation aus seriellen Zeichnungen des Dresdner Elbufers. Durch die gegenübergestellte Anordnung der Arbeiten wird der Betrachter räumlich zwischen den Ufern positioniert – das Panorama wird zur physisch erlebbaren Erinnerungslandschaft. Der Künstler beschreibt diesen Prozess als visuelle Kartierung: „Es ist wie ein Reisetagebuch, entstanden an einem bevorzugten Rückzugsort. Die Zeichnungen schlossen sich fast organisch zu einer lückenlosen Ansicht zusammen.“
In den Naturstudien verschmelzen Abstraktion und Konstruktion zu losgelösten Kompositionen. Die Arbeiten verhandeln das Spannungsfeld zwischen Nähe und Distanz, Geborgenheit und Leere. Die Orte wirken dabei so realistisch wie unwirklich und erzeugen ein räumliches Gebilde, das friedlich und bedrohlich zugleich wirkt. Der Betrachter wird unmerklich Teil dieser landschaftlichen Widersprüche.
Ergänzt wird die Schau durch die Kohlezeichnung-Serie „Battlefield XYZ“. Dieser surreale Bildzyklus schafft eine unerwartete Symbiose aus der Ästhetik computer-spielender junger Männer und Motiven aus der Welt Karl Mays – ein Bruch, der die klassische Landschaftsdarstellung in zeitgenössische, digitale Kontexte überführt.
Kuration: Jan Kilian Böttcher, in Kooperation mit dem Team der Stadtgalerie Dresden.
Die Ausstellung präsentiert eine Auswahl an Arbeiten
um das Thema Rechnung, von Künstlern aus allen Bereichen.
Die ausgestellte Arbeit wird ausserdem in der Galerie Speakers Corner Berlin gezeigt.
Kuratiert von Mario Margani.
Die Suche nach einer „möglichst wenig fremd- behinderten Form der Selbstverwirklichung“ führte Jan Kilian Böttcher zur Kunst. Die anfängliche Arbeit mit Musik, Film und Text verschob er zugunsten der Malerei und Zeichnung. Er denkt das Kunststile der Vergangenheit angehören und strebt eine Symbiose zwischen den einstigen radikalen Ideen der Moderne und dem Davor an. Seine Ideen setzt er dabei bevorzugt in formell stark reduzierte Bildideen um.
Vorbilder im Sinne von „dem Bild davor“ hat er nicht, ist aber fasziniert von Künstlern wie Piero della Francesca, Tizian, Lovis Corinth, Robert Rauschenberg und Selda Bagcan.
Grundsätzlich begeistern ihn diejenigen, die „authentisch zeitlos verwirklicht haben mit den beschränkten Mitteln der Kunst.“
In Zusammenarbeit mit den “Jungen Freunden” Staatliche Kunstsammlung, Albertinum.
Die Ausstellung NonTemporary Art spielt auf den Begriff „Contemporary Art“ an und fragt: Was bedeutet „Heute“ eigentlich – für uns und in der Kunst?
Contemporary Art ist längst zu einem Markennamen geworden. Aber was bedeutet „heute“, wenn Modernsein oft nur das Wiederaufleben von Vergangenem ist? Neben figurativen Ölbildern zeigt die Ausstellung eine Wandmalerei, die nach der Laufzeit übermalt wird – und so im wahrsten Sinne „NonTemporary“ wird. Durch die Zerstörung entzieht sich das Werk dem Markt und bleibt nur als Gedanke bestehen.
Jan Kilian Böttcher über den Druck im Kunstbetrieb: „Als Künstler werde ich von Publikum, Kollegen, Kuratoren und mir selbst ständig mit Erwartungen befeuert, die wie Rollenspiele der Moderne erscheinen. Sie haben im Wesentlichen nichts mit dem zu tun, was oder wer ein Künstler gerade ist oder sucht.“
Die Ausstellung ist eine Hommage an die Vergänglichkeit – ein spielerischer Versuch, der das Experiment und das Scheitern feiert. Denn: „Alles Gute ist vergänglich, demzufolge gibt es nichts Besseres als die Vergänglichkeit.“
In Zusammenarbeit mit dem Team der Kulturscheune.
Nadosah
Na dosah präsentiert sechs Absolventen der Hochschule für Bildende Künste Dresden und eröffnet eine Ausstellungsreihe, die das Kunstgeschehen in den größeren Städten rund um Pilsen und Cheb dokumentiert. Kuratiert wird die Ausstellung von Marcel Fišer (Kunsthistoriker, Galerist, Kurator), der seit über zwanzig Jahren an bedeutenden internationalen Ausstellungen beteiligt ist.
Jan Kilian Böttcher
Text von Marcel Fišer
Der Rückgriff auf die Malerei der alten Meister hat in der deutschen modernen Kunst eine starke Tradition, die von George Grosz und Otto Dix bis zu den Arbeiten der Leipziger Schule reicht. Diese Linie eines narrativen Realismus, in dem sich die soziale Thematik mit grotesken und fantastischen Elementen verbindet, greift Jan Kilian Böttcher auf, indem er die dem Realismus oft eigene Komik und Symbolik befreit, reflektiert er dessen Geschichte gleichwohl kritisch.
Die Szenen in seinen Bildern erinnern teils an Rituale, in denen rätselhafte Objekte oder nicht materielle Erscheinungen in die moderne Realität eingefügt werden
Kuratiert von Marcel Fišer und dem Kuratorenteam der Galerie GavuCheb.
27. BIS 30. April 2015 - Künstlersymposium und Ausstellung im Freilichtmuseum Finsterau
Zur Retrospektive von Heinz Theuerjahr und Vincenc Vingler.
Vorab können Besucher zusammen mit Jan Kilian Böttcher aus Berlin erforschen, wie man über einfache geometrische oder abstrakte Formen hin zum Gegenstand findet.
Der 31-jährige Maler und Zeichner bearbeitet persönliche, mythologische und fantastische Themen. Oder er fängt ein, was er sieht.
Das deutsch-tschechische Künstlersymposium führt hin zur Eröffnung der Meister-Ausstellung „Tiere/Zvířata“ mit Werken der Bildhauer Heinz Theuerjahr (1913-1991) und Vincenc Vingler (1911-1981) am 30. April.
Zusammenarbeit mit dem Kuratorenteam Freilichtmuseums.
Die Ausstellung Nackt zwischen Mythen und Medien konfrontiert ihre Protagonist:innen mit mythischen und medialen Bildwelten. Figuren wie Amor und Eva begegnen Nacktprotestlerinnen im selben Raum und eröffnen Fragen nach künstlerischen Protestformen, Bildklischees sowie den Begriffen Nacktheit, Intimität und Macht.
Ein thematischer Faden entfaltet sich entlang unterschiedlicher Motive, in denen das Individuum im Zentrum steht. Realistische und symbolistische Erzählweisen fügen sich dabei puzzleartig zu einer raumübergreifenden Gesamterzählung.
Nach zahlreichen Gruppen- und Einzelausstellungen Jan Böttchers in Dresden, freuen auch wir uns, den Künstler in den Räumlichkeiten der Galerie des Medienkulturhauses zu präsentieren!
Der Ausstellungstext entstand in Zusammenarbeit mit dem Kuratorenteam.
STARTPOINT PRIZE | Participation 2013
Selected to represent the Dresden Academy of Fine Arts (HfBK) with my diploma thesis at the STARTPOINT PRIZE in Prague, following an initial exhibition in Dresden. The STARTPOINT curators chose 16 diploma theses from 34 European art academies across 18 countries to be presented at the DOX Centre for Contemporary Art in Prague.
Startpointprize / Dox Gallery Prag
Pavel Vancat: The paintings of Jan Kilian Böttcher are a playful attempt at “traditional” images, with an awareness of their own exaggeration and vanity, returning (often as parody) to postwar neo-realism in terms of their ambiguous sense of engagement, ironically transplanted into the current situation of post-communist and post-nationalist Germany.
Allusions to classical mythological themes are interspersed with Communist ideology and punk earthiness, only to finally reveal the comics-derived basis of the cycle, with the last image hidden behind the heating unit next to the fire extinguisher. It is a painting that possesses a quality of directness, not as an autotelic attempt, but as a confident and entertaining narrative.
Curated by Marcel Fišer and Pavel Vancat and the Startpoint team.
My participation in the Startpoint Prize was a defining step in my artistic career. I am very grateful to the team for the invitation and their support at the time; the Startpoint Prize served as a unique European platform that significantly contributed to the professional establishment of numerous young artists. Its discontinuation remains a profound loss for the artistic and academic exchange within the European art scene.
Artist Statement: Diplom-Thesis-Ausstellung | HfBK Dresden (2013)
In meiner Diplomarbeit untersuchte ich die Schnittstellen zwischen religiöser Mythologie, politischer Ideologie und zeitgenössischen Verschwörungserzählungen. Die malerische Auseinandersetzung fungierte dabei als Archiv und Kommentar. Während ich für die Arbeit zum Heiligen Antonius den Zusammenhang von Askese, ekstatischen Halluzinationen und verdrängter Sexualität in Gesprächen mit Theologen und Bibelstudien erforschte, näherte ich mich anderen Sujets durch Exkursionen in digitale Subkulturen.
So hinterfragte ich etwa die Ästhetik von ‚Chemtrail‘-Verschwörungstheorien durch eine bewusste Materialität. Bei der Arbeit zur „Reichsbürger“-Szene wählte ich eine spezifisch ‚braune‘ Palette, um die historische und ideologische Schwere auf deutschem Boden malerisch erfahrbar zu machen. Das klassisch lasierte Braun – und biblische Sujets an sich – stießen bei vielen Kommilitonen auf Unverständnis, ein spannendes Feedback. Es spiegelte wohl eine gewisse Sättigung wider: Mir fiel früh während regelmäßigen Besuchen in der Dresdner Gemäldegalerie Alte Meister auf, dass abgesehen von Kunststudenten alle Gesellschaftsgruppen repräsentiert waren. Die Kombination aus ‚Braun‘ und klassischer Referenz war ein ästhetischer Overkill, während für mich genau diese Reibung der Kern der Auseinandersetzung war.
Besonders bezeichnend war dabei meine zufällige Entdeckung der Reichsbürger in den Untiefen digitaler Foren. 2013 war von diesem Phänomen in den Medien noch nichts zu spüren; während ich mich beim Durchforsten von Internet-Foren-Abgründen wie ein „Beobachter von einem anderen Stern“ fühlte, der eine vollkommen absurde, isolierte Randerscheinung dokumentiert, war noch nicht im Geringsten abzusehen, wie groß diese Bewegung werden würde. Damals wirkten Posts von Menschen, die der Polizei erklärten, sie seien aufgrund ihrer Wohnsitznahme im „Deutschen Reich“ von der Pflicht zum Führerschein befreit, wie ein skurriles Nischenthema der digitalen Peripherie – weit entfernt von der späteren medialen dominanz der „Reichsbürger“-Szene, die Jahre später in Terror, Anschlägen und Massenverhaftungen münden sollte.
Was damals als intuitive Recherche begann, entwickelte sich zu meiner künstlerischen Arbeitsweise: Die investigative Auseinandersetzung mit Sujets.
Die Arbeit verdeutlichte mir: Narrative entfalten ihre Wirkung häufig dort, wo kulturelle Sättigung in kollektives Wegschauen umschlägt. Gerade dort, wo Bilder nicht mehr aktiv betrachtet oder diskutiert werden, können sie sich politisch aufladen und als Tabu erscheinen. Durch Sichtbarmachung und ästhetische Auseinandersetzung können sie in den Bereich des Sag- und Verhandelbaren überführt werden.
Künstlerische Praxis verstehe ich als Eröffnung eines ergebnissoffenen Raumes, der widersprüchliche Bildwelten sichtbar macht und in dem Ambivalenzen ausgehalten und verhandelt werden können. Die malerische Stofflichkeit erscheint mir als verlangsamendes Medium. Sie ermöglicht eine körperlich-sinnliche Erfahrung von Spannung und Reibung – als Gegenmodell zur schnellen Konsumierbarkeit politischer Inhalte.
Im Kontrast dazu stehen psychologisch geprägte Arbeiten zu Familien- und Alltagsszenen, die sich auf zwischenmenschliche Konstellationen konzentrieren. Beide Werkgruppen verbindet die Frage nach der Entstehung von Wirklichkeitsbildern sowie nach den Grenzen von Wahrnehmung, Sprache und Zeichen, durch die wir Wirklichkeit lesen.
Bildlichkeit wird dort politisch, wo Wahrnehmung, Sprache und Deutung an ihre Grenzen stoßen und Bedeutung nicht mehr eindeutig stabilisiert werden kann.
Die Ausstellung war das Resultat einer Suche nach einer Einheit von Empfindung und kritischer Distanz. Ich bin der HfBK Dresden dankbar für die Förderung meiner künstlerischen Forschung und den Raum, in dem diese Arbeiten damals zur Debatte gestellt werden konnten. Alles in allem war dies ein Versuch, die Komplexität von Mythen und Ideologien in Öl und Acryl zu fassen – der Raum für neue Arbeiten ist seitdem jedenfalls wieder frei.
From HfBK Dresden to DOX Prague: Pavel Vancat on the Diploma Exhibition
Following the diploma exhibition at HfBK Dresden, this work was selected by curators Marcel Fišer and Pavel Vancat for the STARTPOINT PRIZE at the DOX Centre for Contemporary Art in Prague. Pavel Vancat’s critical review of the exhibition reads as follows:
"The paintings of Jan Kilian Böttcher are a playful attempt at ‘traditional’ images, with an awareness of their own exaggeration and vanity, returning (often as parody) to postwar neo-realism in terms of their ambiguous sense of engagement, ironically transplanted into the current situation of post-communist Germany.
Allusions to classical mythological themes are interspersed with Communist ideology and punk earthiness, only to finally reveal the comics-derived basis of the cycle, with the last image hidden behind the heating unit next to the fire extinguisher. It is a painting that possesses a quality of directness—not as an autotelic attempt, but as a confident and entertaining narrative."
Artist Statement: Diploma Thesis Exhibition | HfBK Dresden (2013)
In my diploma thesis, I explored the intersections of religious mythology, political ideology, and contemporary conspiracy narratives. My painterly engagement functioned simultaneously as an archive and a commentary. While my research for the work on Saint Anthony investigated the link between asceticism, ecstatic hallucinations, and repressed sexuality—conducted through dialogues with theologians and biblical studies—I approached other subjects through excursions into digital subcultures.
For instance, I interrogated the aesthetics of "chemtrail" conspiracy theories through a deliberate materiality. In my work concerning the "Reichsbürger" scene—a movement that rejects the legitimacy of the modern German state, often drawing on pseudo-legal arguments to claim the existence of the "German Reich"—I chose a specifically "brown" palette. This was intended to make the historical and ideological weight of the German context physically palpable through paint. (In the German context, the color brown is historically coded as a direct reference to National Socialism). This classic, glazed brown—much like the biblical motifs themselves—was met with confusion by many of my fellow students; a fascinating feedback. It likely reflected a certain fatigue: I noticed early on, during regular visits to the Dresden Old Masters Picture Gallery, that outside of the art student body, these spaces were rarely frequented by the general public. The combination of "brown" and classical reference acted as an aesthetic overkill, yet to me, this precise friction was the core of the inquiry.
Particularly revealing was my chance discovery of the "Reichsbürger" scene in the depths of digital forums. In 2013, this phenomenon was not yet visible in mainstream media. While browsing these digital abyss-like forums, I felt like an "observer from another planet," documenting an entirely absurd and isolated phenomenon. At that time, it was impossible to foresee how massive this movement would become. Posts from individuals explaining to the police that they were exempt from driver’s license requirements due to their legal residency in the "German Reich" seemed like a bizarre, niche topic of the digital periphery—far removed from the later media dominance of the "Reichsbürger" scene, which would eventually culminate in acts of terror, attacks, and mass arrests.
What began as intuitive research evolved into my artistic methodology: an investigative engagement with subjects.
This work clarified for me that narratives often unfold their impact precisely where cultural saturation shifts into collective turning-away. It is exactly where images are no longer actively observed or discussed that they can become politically charged and appear as taboos. Through visualization and aesthetic engagement, they can be transferred into the realm of the discussable and negotiable.
I understand artistic practice as the opening of an open-ended space that makes contradictory image-worlds visible and allows for the endurance and negotiation of ambivalences. Painterly materiality appears to me as a medium of deceleration. It enables a physical-sensual experience of tension and friction—a counter-model to the rapid consumability of political content.
In contrast, my psychologically driven works on family and everyday scenes focus on interpersonal constellations. Both groups of work are connected by the question of how images of reality are formed, as well as the limits of perception, language, and the signs through which we read reality.
Imagery becomes political precisely where perception, language, and interpretation hit their limits, and where meaning can no longer be clearly stabilized.
The exhibition was the result of a search for a unity of sensation and critical distance. I am grateful to the HfBK Dresden for supporting my artistic research and for providing the space where these works could be debated at the time. All in all, this was an attempt to capture the complexity of myths and ideologies in oil and acrylic—the space for new work, in any case, has been clear ever since.
© 2026 Jan K. Böttcher | [CV / Contact / Legal] |
Concept & Design: work.janboettcher.eu